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Lebenshilfe Service gGmbH
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Familienentlastung (FED)

Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen, aber auch viele erwachsene behinderte Menschen leben in ihren Familien. Die meisten von ihnen besuchen Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen oder arbeiten in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

Nach wie vor tragen aber die Familien die Hauptlast der Erziehung, Betreuung und Pflege ihrer behinderten Angehörigen. Dies fordert ein enormes Maß an Zeit, Energie und Kraft, das die gesamte Familie in erheblichem Ausmaß belasten kann und nicht selten zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zum Ausfall der pflegenden Familienmitglieder führt. Der gesamte Alltag der Familie ist auf den Familienangehörigen mit Behinderung ausgerichtet, sodass die Eltern, aber auch die Geschwisterkinder, eigene Bedürfnisse wesentlich weiter zurückstellen müssen, als dies in Familien mit Kindern ohne Behinderungen der Fall ist. Darüber hinaus dauert es oft sehr lange, bis die Tatsache, ein Kind mit einer Behinderung zu haben, verarbeitet werden kann. Daraus kann eine soziale Isolation entstehen mit weiteren negativen Auswirkungen auf die Beziehung der Familienmitglieder. Durch die Faktoren der physischen und psychischen Belastung entstehen in den Familien häufig Krisensituationen. Die Familien geraten bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, was dazu führen kann, dass die Familie auseinanderbricht.

Ziele

Ziel der Betreuungsangebote ist es vor allem, die Familien so zu entlasten, dass sie weiterhin und dauerhaft die verantwortungsvolle Aufgabe der täglichen Betreuung ihres behinderten Kindes übernehmen können. Die Eltern sollen die Chance haben, sich eine Auszeit nehmen zu können, Zeit für sich, den Partner und die Geschwisterkinder zu haben oder aber auch in Ruhe eigene Termine wahrnehmen zu können.

Das Betreuungsangebot ist familiennah und bedarfsorientiert, d.h. es können regelmäßige Termine stattfinden, Termine können aber auch flexibel und kurzfristig abgerufen werden. Die Familien bestimmen den Umfang der Betreuung (Uhrzeit, Anzahl der Betreuungsstunden, Häufigkeit der Termine). Die Betreuungen können zu Hause in der Familie stattfinden oder aber auch außerhalb, z.B. auf dem Spielplatz, im Schwimmbad, bei Freizeitangeboten im Ort oder in den Räumen des Ambulanten Dienstes.

Inhalte (Beispiele)

  • Nachmittagsbetreuung regelmäßig einmal pro Woche (Spielplatzbesuche, schwimmen gehen, spielen im Haus, Büchereibesuch, basteln etc)
  • Begleitung des Kindes zur Therapie
  • Abendbetreuung (Abendessen, zu Bett bringen, Beaufsichtigung, z.B. bis die Eltern aus dem Kino zurückkommen)
  • Betreuungstag am Wochenende (Ausflug in den Tierpark, Betreuung zu Hause etc.)
  • Flexible Betreuungstermine nach Bedarf der Eltern, bei denen das Kind mit Behinderung und das Geschwisterkind gemeinsam betreut werden
  • Regelmäßige Versorgung von Geschwistern mit schwerer Mehrfachbehinderung gemeinsam mit der Mutter (Kinder baden, füttern, beschäftigen etc.)
  • Besuch kultureller Veranstaltungen (Kino, Theater, Konzerte, Disco)
  • Besuch von Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche am Wohnort (Sportgruppe, Jugendzentrum, Musikgruppen Schwimmkurse)