So erreichen Sie uns:

Bereichsleitung Kita
Marijke Kaffka-Backmann

Lebenshilfewerk Stormarn gGmbH
Erika-Keck-Str. 4
22926 Ahrensburg
Tel.  04102 - 88 58 - 30
Fax  04102 - 88 58 - 11
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Unsere Standorte sind hier

Kita-Alltag

  •  

  • Tagesablauf Krippe

    Mein Tagesablauf in der Krippe

    von Nina Ohm-Rosenkranz

    Beispiel eines möglichen Tagesablaufs in der Krippengruppe

    07:00 – 08:30 Uhr:    Bringzeit, Freispiel
    07:30               Uhr: Snack für frühe Kinder
    08:45 – 09:00 Uhr: Morgenkreis
    09:00 – 09:30 Uhr: Frühstück
    09:30 – 10:00 Uhr: Körperpflege
    10:00 – 11:45 Uhr: Angebote/Projektaktivitäten/Spielen auf dem Außengelände
    11:45 – 12:00 Uhr: Mittagskreis
    12:00 – 12:30 Uhr: Mittagessen
    12:30 – 12:45 Uhr: Körperpflege
    12:45 – 14:30 Uhr: Mittagsruhe
    14:30 – 15:00 Uhr: Ankleiden / Freispielzeit
    15:00 – 17:00 Uhr: Abholzeit
    15:00 – 15:15 Uhr: Snack
    15:15 – 17:00 Uhr: Freispiel / Angebote
    17:00               Uhr: Krippe schließt

     

    Ab 07:00 Uhr bis 08:30 Uhr beginnt die Bringzeit bei den „Glühwürmchen“. Die Kinder kommen an und werden ebenso wie die Eltern persönlich von den ErzieherInnen begrüßt. Eltern informieren das pädagogische Fachpersonal kurz über Besonderheiten oder Befindlichkeiten des Kindes. Dies hilft, das Kind jeden Tag neu individuell anzunehmen und sich auf die Bedürfnisse des Kindes einzustellen. Bis zum Morgenkreis können sich die Kinder im freien Spiel ausleben.

    Ab 08:45 Uhr bis 09:00 Uhr beginnt der gemeinsame Morgenkreis. Der Gong einer Klangschale signalisiert den Kindern, dass der Kreis beginnt. Täglich gestaltet ein anderes Kind den Morgenkreis aktiv mit. Im Anschluss werden die Hände gewaschen und gefrühstückt.

    Im Anschluss ist von ca. 10:00 – 11:45 Uhr Zeit für Angebote und / oder Projektaktivitäten oder zum Spielen auf dem Außengelände.

    Der Mittagskreis um 11:45 Uhr, in dem Lieder gesungen, ein Buch angesehen oder über den bisherigen Tag gesprochen wird, leitet das Mittagessen ein.

    Um 12:00 Uhr essen wir dann gemeinsam.

    Nach dem Essen und der Körperpflege beginnt von ca. 12:45 – 14:30 Uhr die Mittagsruhe, in der die Kinder schlafen.

    Im Anschluss an die Ruhephase beginnt ab 15:00 Uhr die Abholzeit. Ebenfalls wird um 15:00 Uhr ein Snack gereicht.

    Bis zum Ende des Kita-Tages um 17:00 Uhr werden Aktivitäten angeboten, können die Kinder auf dem Außengelände spielen oder sich im Freispiel verwirklichen.

    Ab 17:00 Uhr ist die Kita geschlossen.

     

    Nina Ohm-Rosenkranz (29) arbeitet als Erzieherin und Leiterin der Krippe „Glühwürmchen“ in Ahrensburg.

  • Tagesablauf Integrationsgruppe

    Mein Tagesablauf als Heilerzieherin

    von Rebecca Schomann

     

    Mein Name ist Rebecca S.: Ich bin 32 Jahre alt und arbeite seit nunmehr 8 Jahren als Heilerzieherin in einer integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Stormarn. In meiner Gruppe werden Kinder mit und ohne heilpädagogischen Förderbedarf gemeinsam betreut.

    Es ist 8.00 Uhr morgens und ich betrete unseren Gruppenraum an diesem Tag mit vielen neu gekauften Bastelmaterialien im Arm. Meine Kollegin begrüßt mich und gibt mir eine kurze Info über die Geschehnisse des bisherigen Morgens, der für sie bereits um 7.00 Uhr begann. Wir besprechen uns kurz zur Tagesplanung, dann höre ich auch schon eines unserer Kinder im Flur.

    Ich begrüße Mutter und Sohn und versuche den dreijährigen positiv in unseren gemeinsamen Tag zu locken. Ein Biene-Maja- Pullover lässt uns auch an diesem Morgen seiner Eingewöhnungszeit miteinander warm werden. "Der sieht ja fast so müde aus wie du, der Willi auf deinem Bauch!" Ein Lachen seitens des Jungen zeigt mir, dass er meinen Kontaktversuch erwidert. Noch ein paar witzige Bemerkungen und die Verabschiedung von Mama gelingt fröhlich.

    Nach und nach kommen alle 15 Kinder der Gruppe an. Die meisten gut gelaunt, bei einem Mädchen gibt es Abschiedsschmerz. Auch das gehört manchmal dazu und so sind wir nach einer innigen Verabschiedung beide ein bisschen traurig. Eng aneinander geschmiegt betrachten wir das Lieblingsbuch, begleitet vom Schmusetier und 2 Taschentüchern. Dann stellen wir fest, dass der beste Freund des Mädchens endlich zur Tür herein kommt, und schon bald ist der tränenreiche Abschied vergessen und die Bastelecke lockt.

    Um 8.45 Uhr begeben wir uns in den Morgenkreis. Hierbei besprechen wir mit den Kindern unsere Tagesplanung, schauen wer alles da ist und singen aktuell thematisierte Lieder. Ich unterstütze hierbei einen Jungen, der sich aufgrund seiner Schwerst-Mehrfach – Behinderung nicht verbal ausdrücken kann, und mit dem ich mich verstärkt über Mimik und Gestik und damit gekoppelte Bildkarten verständige. Wir stellen fest, dass heute Dienstag ist- unser Kochtag.

    Gestern habe ich mit drei Kindern einen Einkaufsbummel zum Supermarkt gemacht und anhand eines gemeinsam gemalten Einkaufszettels alle Lebensmittel gekauft, die wir so brauchen. Heute gibt es nach demokratischer Abstimmung selbst gebackene Pfannkuchen, aber auch für unser gemeinsames Frühstück musste eingekauft werden. So braucht kein Kind seine eigene Brotdose mitzubringen und alle bekommen das gleiche zur Auswahl. Nachdem wir anhand einer sich wiederholenden Liste festgelegt haben, welche zwei Kinder heute zum Kochen in unsere Kinderküche gehen werden, beenden wir den Morgenkreis und waschen unsere Hände.

    Das Frühstück verläuft heute mit viel Appetit, gefolgt vom Zähne putzen und Windelwechsel sowie der Begleitung zur Toilette bei allen Kindern, bei denen es noch nötig ist. Nach einer Freispielzeit, in der ich ein taktiles Wahrnehmungsangebot für zwei Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf anbiete, geht meine Kollegin mit den ausgewählten Kochkindern in die Kinderküche.

    Ich gestalte mit zwei Kindern eine Fotocollage mit Bildern des letzen Ausflugs, die wir daraufhin an unserer Wand im Gruppenflur befestigen. Dann ist Raus-Geh – Zeit. Ich schicke die Kinder abermals zur Toilette und helfe bedarfsorientiert beim Anziehen der Matschhosen und Jacken. Dem schwerst-mehrfach - behinderten Jungen nehme ich mich hierbei im Besonderen an und stimme währenddessen einige beliebte Lieder an, um auch den bereits fertig angezogenen Kindern gerecht zu werden.

    Auf dem Außengelände hole ich die Fahrzeuge und Sandspielsachen aus dem Geräteschuppen und gebe drei Kindern Anschwung an der Nestschaukel. Ein kurzer Austausch mit den Kolleginnen der anderen Gruppen erfolgt, ebenso wie das Umziehen eines nass gewordenen Kindes und der Versorgung einer kleinen Schürfwunde mit „Pustezauber“ und dicker Umarmung.

    Als wir in das Haus zurückkehren dringt uns bereits ein leckerer Duft entgegen. Die Kinder, die im Morgenkreis für den Tischdienst ausgewählt wurden, decken den Tisch. Dann lassen wir es uns schmecken. Nachdem auch nach dieser Mahlzeit alle Hände gewaschen, Zähne geputzt und Windeln gewechselt sind, beginnt der gemütlichste Teil des Tages: Die Ruhezeit. Wir bauen aus Matratzen für jedes Kind ein eigenes Schlaflager und verteilen die mit Namen versehenen Kissen auf diesen. Während meine Kollegin sich in die Pause verabschiedet, lese ich erst eine Geschichte vor, dann wird ein Hörspiel aus dem CD – Player abgespielt, während ich die Geschehnisse des Vormittags in unserem Tagesprotokoll niederschreibe und die Mitteilungsbücher zweier unserer Kinder mit Informationen an deren Eltern versehe.

    Nach dreißig Minuten werde ich durch die Kollegin selbst zur Pause abgelöst. Als ich wiederkomme, werden gegen 13.45 Uhr bereits die ersten Kinder abgeholt. Ein kurzer Tür- und Angelaustausch mit den Eltern erfolgt. Dann ist der Tag in unserer Gruppe für uns beendet. Heute habe ich Nachmittagsgruppendienst und helfe hierbei bei der Betreuung der Nachmittagskinder anderer Gruppen aus.

    Wenn ich all dies so nieder schreibe, merke ich immer wieder, dass ein leeres Blatt Papier schnell vollgeschrieben ist, und noch so vieles scheint ungesagt. Kein Tag in unserer Kita gleicht dem Anderen, jeder Moment in unserer Arbeit ist für seine Überraschungen gut. Durch viel Lachen, aber auch die ein oder andere Träne, durch gemeinsames Lernen und miteinander Wachsen ist unsere Arbeit geprägt – und ich stelle mich dieser Herausforderung liebend gern jeden Tag aufs Neue.

     

    Rebecca Schoomann (32) arbeitet als stellvertretende Leiterin und Heilerzieherin im Team mit einer Erzieherin in der I-Gruppe „Grashüpfer“ in der Kindertagesstätte „Müllerwiese“ in Reinfeld.

  • Tagesablauf heilpädagogische Kleingruppe

    Der Tagesablauf in einer heilpädagogischen Kleingruppe aus der Sicht eines Kindes

    von Matthias Bossert

     

    Ich bin drei Jahre alt und gehe in die Radieschen-Gruppe im Regenbogenhaus. Mein Tag beginnt um 08.00 Uhr, wenn mich meine Mutter in die Kita bringt. Als erstes gehe ich, wenn ich meine Mama „rausgeschmissen“ habe in die Bauecke, dort stehen Lego und Bausteine. Ich habe dann ein bisschen Zeit um zu spielen. Ich untersuche gerne die Spielsachen mit dem Mund oder mache mit ihnen Geräusche. Ich bewundere meine Erzieher in der Gruppe, denn sie lassen mich in Ruhe ankommen und schimpfen nicht mit mir, wenn die Geräusche mal zu laut werden.

    Bis 08.30 Uhr kommen auch meine restlichen Freunde der Gruppe an. Unser Tag beginnt dann mit einem Morgenkreis. Am Anfang fiel es mir sehr schwer für ein paar Minuten im Kreis zu sitzen. Aber meine Erzieher hatten viel Geduld mit mir und ich durfte auch oft auf dem Schoß sitzen. Im Morgenkreis wird viel erzählt, gelacht, gesungen und auch Quatsch gemacht. Da ich noch nicht so gut sprechen kann und ich mir nicht so viele Sachen merken kann, haben meine Erzieher viele Bilder, die an eine große Magnetwand befestigt werden, damit ich sehen kann, was wir heute geplant haben. Heute ist Turntag, mein Lieblingstag in der Woche, denn ich kann in der Turnhalle viel toben und klettern.

    Außerdem besprechen wir im Morgenkreis, wer alles da ist und welches Kind den Frühstückswagen aus der Küche holen darf. Heute bin ich allerdings nicht an der Reihe. Sobald der Wagen mit den ganzen Frühstückssachen in der Gruppe ist, helfen wir alle mit die zwei Tische zu decken.

    Das ist ganz schön viel Arbeit und ich bin froh, wenn ich auf meinem Stuhl sitze und es losgehen kann. Oft kann ich es kaum abwarten, mir eine Scheibe Brot zu nehmen, aber meine Erzieher passen schon gut auf, dass alles der Reihe nach geht und erst nach dem wir die Kerze angezündet haben und ein Tischspruch gemacht wird, beginnen wir zu frühstücken.

    Nach dem Frühstück putzen wir die Zähne und ich bekomme auch eine neue Windel. Einige Kinder brauchen keine Windel mehr und gehen schon alleine auf die Toilette, aber für mich ist das noch nichts.

    Endlich ist es soweit, wenn alle fertig sind und der Frühstückswagen wieder in der Küche ist, gehen wir in die Turnhalle. Hier steht fast immer ein ganz toller Aufbau und ich habe viele Möglichkeiten mich auszuprobieren.

    Die Zeit vergeht wie im Fluge, schon ist es 11.30 Uhr und die Turnzeit ist zu Ende. Nachdem wir uns alle wieder umgezogen haben, machen wir noch einen kurzen Erzählkreis. Ich kann zwar noch nicht gut sprechen, aber meine Erzieher wissen meistens was ich meine, nach nur ein paar Wochen haben sie meine Sprache erlernt.

    Um 12.00 Uhr gibt es dann Mittag. Auch hier sind wir voll mit eingeplant und helfen den Tisch zu decken. So langsam merke ich beim Mittagessen, dass ich doch ganz schön müde werde. Wir haben ja auch eine Menge gemacht und viel getobt in der Turnhalle.

    Zum Glück haben wir eine Ruhephase, die nach dem Mittag eingeplant ist. Meistens ist diese in der Zeit von 13.00 Uhr bis 13.45 Uhr.

    In dieser Zeit schlafe ich gerne eine halbe Stunde. Einige Kinder schlafen nicht, aber das ist auch in Ordnung, wichtig ist den Erziehern, dass sich alle ein bisschen vom Tag ausruhen können. Um 14.00 Uhr kommt dann auch schon meine Mutter und holt mich wieder ab. Eigentlich würde ich gerne noch viel länger bleiben und spielen.

    Ich verabschiede mich dann von meinen Erziehern und den anderen Kindern und freue mich auf den nächsten Kindergartentag, denn bei uns Radieschen ist immer was los!

     

    Matthias Bossert (34) ist Heilerziehungspfleger sowie Kita-Fachwirt und arbeitet als Leiter der Kindertagesstätte „Regenbogenhaus“ in Ahrensburg

  • Musikalische Früherziehung

    Womit ich mich beschäftige …
    Fachwissen, Gedanken, Diskussionen, Meinungen aus dem Lebenshilfewerk Stormarn

    Musikalische Früherziehung

    von Marina Baumgarten

     

    Es macht große Freude zu beobachten, wie Musik Interesse und Neugier der Kinder weckt. Die Entdeckung der eigenen Stimme geschieht spielerisch. Kinder lauten, gurgeln, und plappern; dadurch werden sie vom Klang ihrer eigenen Stimme überrascht. Sie entdecken fasziniert die Geräusche ihrer Umgebung und versuchen diese nachzuahmen, z.B. das Brummen eines Autos, die Laute verschiedener Tiere.

    Musik löst emotionale Erlebnisse aus und motiviert zur Bewegung. Diese natürlichen Fähigkeiten unterstützen und fördern wir mit dem musikalischen Angebot in unserer Krippe.

    Unsere Musikeinheit findet regelmäßig zu festen Zeiten statt. Dadurch werden freudige Erwartungen in den Kindern geweckt. Die in der Einrichtung geführten Projekte werden mit der Musikstunde ergänzt. Die Themen der Musikstücke richten sich nach Jahreszeiten oder Projektthemen.

    Wir legen großen Wert auf aktives Musizieren. Das bedeutet, dass jedes Musikstück durch singen, tanzen, trommeln, rasseln oder mit einem Klangspiel unterstützt wird. Die begleitenden Tanz- und Spielideen werden ebenfalls eingebunden. Um den Jüngsten in der Gruppe gerecht zu werden, halten wir die Gruppen klein (maximal 3-4 Personen). Da die Kinder durch Nachahmung lernen, wird gemeinsam mit der Erzieherin musiziert, die ihre eigene Freude und Begeisterung für Musik an die Kinder weitergibt.

    Schon bereits in der Krippe hat musikalische Erziehung einen wichtigen Stellenwert, weil sie Bewegung, Kreativität, Sprache und unter anderem Selbstbewusstsein und Gemeinschaftssinn fördert. Dabei steht die Lebensfreude unserer Kinder im Mittelpunkt.

     

    Marina Baumgarten (39) arbeitet als Erzieherin im Team mit einer weiteren Erzieherin und einer Sozialpädagogischen Assistentin in der Krippengruppe „Glühwürmchen“ in der Kindertagesstätte Wurzelkinder in Reinfeld.

  • Psychomotorische Angebote für Krippenkinder

    Womit ich mich beschäftige …
    Fachwissen, Gedanken, Diskussionen, Meinungen aus dem Lebenshilfewerk Stormarn

    Psychomotorische Angebote für Krippenkinder

    von Sandra Salgueiro

     

    Die Psychomotorik ist so ausgerichtet, dass die individuellen Spielsituationen die Wahrnehmung fördern und die Koordination der U3-Kinder schult. Die Kinder entdecken und erproben dabei ihre Umgebung, die sie über ihren Körper und ihre Sinne aufnehmen. Durch abwechslungsreiche Gerätekombinationen werden die Kinder zu unterschiedlichen Bewegungen, Experimenten, Spielen und Entdeckungen eingeladen. Die verschiedenen Bewegungsaufgaben sind erlebnisorientiert und auf das Miteinander der Gruppe ausgerichtet. Außerdem lernen die Kinder bestimmte Regeln, wie z.B. sich gegenseitig zu helfen und miteinander zu spielen.

    Feste Abläufe sind wichtig!

    Feste Rituale wie Begrüßungs- und Abschiedslied bieten den Kindern Sicherheit und einen strukturierten Rahmen.

    Durch Körperwahrnehmungsspiele lernen die Kinder zu entspannen, und ein Wohlbefinden wird ihnen vermittelt. Durch eine frühe positive Körperwahrnehmung bekommt das Kind mehr Sicherheit und Selbstvertrauen.

    Durch Spiele mit Musik werden Konzentration und Reaktionsfähigkeit sowie das rhythmisch-musikalische Empfinden der Kinder gefördert.

    Die Bewegungsspiele fördern die Körperkoordination und das Kennenlernen des eigenen Körpers.

     

    Sandra Salgueiro (44) arbeitet als Erzieherin im Team mit einer Sozialpädagogischen Assistentin und einer Erzieherin in der Krippengruppe „Glühwürmchen“ in der Kindertagesstätte „Wurzelkinder“ in Reinfeld.

  • Sprachliche Bildung

    Womit ich mich beschäftige …
    Fachwissen, Gedanken, Diskussionen, Meinungen aus dem Lebenshilfewerk Stormarn

    Sprachliche Bildung

    von Sophia Schellenberg

     

    Kinder erlernen in wenigen Jahren die Bedeutung und die Regeln vieler tausender Wörter ihrer Muttersprache. Zu alledem lernen sie die Sprache zu verstehen und sie der Situation entsprechend zu nutzen. Es ist faszinierend, wie mühelos die Kinder ihre Muttersprache erlenen. Dies gelingt vor allem so gut und reibungslos, weil die genetischen Voraussetzungen, die die Kinder mit auf die Welt bringen und das intuitive Verhalten ihrer Bezugspersonen perfekt aufeinander abgestimmt sind.

    Viele dieser intuitiven Verhaltensweisen beherrschen auch die pädagogischen Fachkräfte, die die Kinder in ihrer Sprachentwicklung in den Einrichtungen begleiten und bewusst sprachförderndes Verhalten einsetzen. In dieser Phase unterstützen die pädagogischen Fachkräfte das Entstehen des Selbstbildes der Kinder und die Entwicklung ihrer Identität.

    In der Regel wird die Sprache als selbstverständlich angesehen, so als gäbe es nicht Einfacheres auf der Welt. Auf den ersten Blick scheint es in der Tat so. Beobachtet man jedoch die Kinder in dieser Phase, wie sie mit vielen Wiederholungen ihrer neu erworbenen Wörter in Kontakt mit anderen Personen treten, erkennt man, dass die Sprachentwicklung eine große Herausforderung für alle Menschen dieser Welt ist.

    „Die Sprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel des Menschen, bei dem über die Anwendung der Sprechorgane und Sprechwerkzeuge hinaus der ganze Mensch mit all seinen unterschiedlichen Ausdrucksmitteln beteiligt ist“ (Zit.: Entwicklungspsychologie kompakt 0-11 Jahre, 2014, S.38)

    Mit den unzähligen Funktionen der Sprache können Menschen ihre Gefühle zum Ausdruck bringen, eine Situation beschreiben, Sinneswahrnehmungen mitteilen, Erlebnisse schildern, sich Weltwissen aneignen, Informationen mit anderen austauschen, sich in andere hineinversetzen, Konflikte bewältigen und sich wehren, andere verletzen, Autorität und Macht ausüben, Realität schaffen, ihre Identität bekunden, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und es mitgestalten.

    Der kindliche Spracherwerb ist eng verbunden mit Motorik, Wahrnehmung und Emotionen. Um Sprache zu erwerben, sollten Kinder sich bewegen können, da sich Bewegung positiv auf die Sprachentwicklung auswirkt. Sie erkunden aktiv ihre Umgebung und deren Objekte. Eine wichtige Voraussetzung ist die emotionale Sicherheit.

    Für den Umgang mit Kindern jeden Alters sei daran erinnert: Die Art und Weise wie ich mit einem Kind spreche, orientiert sich nicht am sprachlichen Ausdruck, sondern am individuellen Sprachverständnis. Es gilt nicht die Sprache des Kindes zu übernehmen, sondern so mit ihm zu reden, dass ich in der Beziehung zum Kind spüre: „Das Kind versteht, was ich mitteilen möchte.“

    Die beste Förderung in der Sprachentwicklung ist eine gute Beziehung zum Kind und ein Interesse dafür, wie es lernt die Welt der Sprache zu entdecken.

     

    Sophia Schellenberg (35) arbeitet als Sozialpädagogische Assistentin im Team mit zwei Erzieherinnen in der Krippengruppe „Glühwürmchen“ in der Kindertagesstätte Wurzelkinder in Reinfeld.

  • 1